2 Einsätze innerhalb von zwei Stunden…


Gab es am Sonntag für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Altaussee.

 

Zu einem verursachte die unsachgemäße Verwendung eines Pestizide Spray für die Auslösung eines Brandmeldealarmes bei der Hagan Lodge.

 

Ca. 2 Stunden nach der Abarbeitung dieses Einsatzes heulte die Sirenen von Altaussee und Lupitsch. Auf der B 145 Motorrad gegen PKW, Verletzter über Böschung gestürzt, so lautete die Meldung. Unverzüglich setzte man sich zum Unfallort in Bewegung. Beim Eintreffen war die FF Lupitsch schon vor Ort, ein Motorradfahrer war frontal in ein Porsche Cabrio geprallt, schlug dort auf der Windschutzscheibe auf und wurde von dort über die doppelte Leitplanke in eine steile Wiesenböschung katapultiert. Beim Eintreffen der Feuerwehr war er noch ansprechbar, ein zufällig vorbeikommender Chirurg kümmerte sich bereits um den, noch ansprechbaren, Verletzten. Nach Absicherung der Unfallstelle, diese lag im Bereich einer unübersichtlichen Kehre, Einrichten eines Gegenverkehrsbereiches mit Regelung durch die Feuerwehr, wurden auslaufende Betriebsmittel vorsorglich gebunden. Mit der Freimachung der Straße musste man auf das Eintreffen der Polizei warten, damit etwaige Unfalldetails nicht verändert werden. Inzwischen traf auch das Rote Kreuz und der Notarzt am Unfallort ein und bemühte sich um den Schwerverletzten, welchen man ob der brütenden Hitze notdürftig zu einem Schattenplatz verlegt hatte. Die beiden Insassen des Autos hatten eine leichten Schock, waren sonst aber unverletzt. Nach Freigabe der Unfallstelle konnte das stark beschädigte Cabrio vom ÖAMTC abgeschleppt werden, das Motorrad und die unzähligen Einzelteile wurden mittels eines Traktors ebenfalls geborgen und zur sicheren Verwahrung zum ÖAMTC-Stützpunkt Bad Aussee gebracht. Der anschließenden gründlichen Reinigung der Straße, gerade in diesem kurvigen Teil der B 145, wurde nun größtes Augenmerk geschenkt, der Ölstützpunkt der FF Reitern wurde mit Spezialmittel angefordert. Nun wartete man auf das Eintreffen des C6 Rettungshubschrauber aus Salzburg, mit welchem über den Digitalfunk bereit mehrmals kommuniziert wurde. Mit dem Abflug des Hubschraubers konnte nach Absicherung durch die Strassenmeisterei die Straße frei gegeben werden und die Feuerwehren wieder einrücken.

Besonders hervorgehoben werden muss die herausragende Hilfeleistung durch den zufällig anwesenden Arzt.

 

Eingesetzt waren:

 

FF Lupitsch: 3 Fahrzeuge, 10 Mann

FF Altaussee: 3 Fahrzeuge, 20 Mann (mit Reserve im Rüsthaus)

Rotes Kreuz: RTW und Notärztin

Polizei: 1 Fahrzeug, 2 Beamte

Rettungshubschrauber C6 mit Notärztin und 2 Mann

ÖAMTC: Abschleppdienst mit 1 Mann

Strassenmeisterei mit 1 Mann

 

Fotos: FF Altaussee